Die Geschichte hinter FinerStill
37 Jahre Elektronik. Fast 2.000 Entwicklungen. Und noch lange nicht fertig.
Ich bin Klaus Appel.
Seit 1989 ist Elektronik meine berufliche Leidenschaft. In dieser Zeit habe ich fast 2.000 Entwicklungsprojekte verantwortet, für unterschiedlichste Branchen gearbeitet und immer wieder an Aufgaben gesessen, bei denen es irgendwann hieß:
„Kleiner geht es nicht.“
Genau dann wurde es für mich meistens interessant.
Denn wenn es etwas gibt, das sich wie ein roter Faden durch mein Entwicklerleben zieht, dann ist es die Miniaturisierung.
Elektronik kleiner machen. Intelligenter machen. Fertigbar machen. Und Lösungen finden, bei denen Technik am Ende möglichst wenig Raum beansprucht – damit für die eigentliche Idee umso mehr Raum bleibt.
Heute führt genau dieser Weg zu FinerStill.
Meine Superkraft? Dinge kleiner machen.
Miniaturisierung ist für mich kein Selbstzweck.
Eine technische Lösung ist nicht deshalb gut, weil sie besonders klein ist. Sie ist dann gut, wenn ihre Größe plötzlich Möglichkeiten eröffnet, die vorher nicht da waren.
Über Jahrzehnte habe ich hochintegrierte Elektronik, Steuerungen und Baugruppen entwickelt und gefertigt. Für Industrieunternehmen, Medizintechnik, Modellbahn und insbesondere für die Lichtbranche.
Dabei durfte ich mit namhaften Unternehmen zusammenarbeiten und Lösungen entwickeln, die später in Produkten eingesetzt wurden, deren Namen deutlich bekannter waren als meiner.
Das war für mich lange völlig in Ordnung.
Ich war Entwickler.
Problemlöser.
Der Mann hinter der Technik.
Ausgezeichnet für das, was mich bis heute antreibt
2011 wurde Appel Elektronik mit dem E²MS Award ausgezeichnet.
Besonders gefreut hat mich damals, wofür wir ausgezeichnet wurden: für unsere Fertigungskompetenz, eigene Fertigungslösungen und die Fähigkeit, hochdichte Miniaturbaugruppen auch in kleinen Stückzahlen wirtschaftlich herstellen zu können.
Im Grunde also genau für das, was mich bis heute begeistert:
aus einer scheinbaren technischen Grenze eine neue Möglichkeit zu machen.
Irgendwann kam das Licht
In der Lichtbranche durfte ich über viele Jahre Elektronik- und LED-Lösungen für einige der renommiertesten Leuchtenhersteller und Händler in Deutschland entwickeln.
Dabei entstanden unterschiedlichste Elektroniklösungen, Steuerungskonzepte und innovative Lichttechnologien – von intelligenter Dimmung über neue Bedienkonzepte bis hin zu besonders effizienten und emissionsarmen Lichtlösungen.
Ich war unter anderem an der Elektronik einer ausgezeichneten „Leuchte des Jahres“ beteiligt und entwickelte Technologien rund um Touch-Dimming und Kipp-Dim.
Viele dieser Entwicklungen arbeiteten später unsichtbar im Hintergrund erfolgreicher Produkte – genau dort, wo gute Technik für mich hingehört.
Dabei habe ich etwas gelernt:
Gutes Licht braucht hervorragende Technik – aber hervorragende Technik sollte man möglichst nicht sehen.
Und genau daraus entstand irgendwann eine neue Frage.
Wie dünn kann eine Leuchte eigentlich werden?
Nicht als Designstudie.
Nicht als Messemodell.
Sondern als technisch ernst zu nehmendes, hochwertiges und produzierbares Lichtsystem.
Mit hoher Lichtqualität.
Mit präziser Elektronik.
Mit sehr guter Farbwiedergabe.
Mit intelligenter Steuerung.
Und mit möglichst wenig Material und Bauraum.
Unsere Antwort darauf misst:
3,5 × 3,5 Millimeter.
Und sie heißt:
FinerStill.
3,5 Millimeter sind nicht das Ziel
Das klingt zunächst vielleicht widersprüchlich.
Aber FinerStill ist für mich nicht deshalb interessant, weil 3,5 Millimeter eine beeindruckend kleine Zahl sind.
Interessant ist, was dadurch möglich wird.
Wenn Lichttechnik kaum noch Bauraum benötigt, bekommt der Designer Freiheit zurück.
Dann muss sich ein Möbelstück nicht mehr nach einer Leuchte richten.
Dann kann Licht Bestandteil von Architektur werden.
Es kann zur Linie werden.
Zur Fuge.
Zur Kante.
Zum nahezu unsichtbaren Bestandteil eines Produktes.
Und genau deshalb verstehe ich FinerStill nicht einfach als eine besonders dünne Leuchte.
FinerStill ist eine technologische Plattform für neues Lichtdesign.
Diesmal möchte ich mehr als nur die Technik entwickeln
In meinem Berufsleben habe ich viele Entwicklungen geschaffen, die für meine Kunden wirtschaftlich sehr erfolgreich wurden.
Meistens stand später ein anderer Name auf dem Produkt.
Diesmal möchte ich einen anderen Weg gehen.
Mit FinerStill möchte ich nicht nur die Technik hinter einer Idee entwickeln.
Ich möchte aus der Idee selbst eine Marke machen.
Eine Marke, die für technische Präzision steht.
Für radikale Miniaturisierung.
Für hervorragendes Licht.
Für mutiges Design.
Und für Entwicklung und Fertigung in Deutschland.
Ich glaube an Innovation aus Deutschland
Ich höre oft, was in Deutschland alles nicht mehr möglich sei.
Zu teuer.
Zu kompliziert.
Zu viele Regeln.
Zu wenig Mut.
Ich sehe das anders.
Ich glaube, dass in Deutschland noch lange nicht das Ende der Innovation erreicht ist.
Wir verfügen über enormes technisches Wissen, hervorragend ausgebildete Menschen, Erfahrung, Kreativität und eine industrielle Kultur, um die uns viele Länder beneiden.
Was wir manchmal wiederfinden müssen, ist die Lust daran, etwas wirklich Neues zu versuchen.
FinerStill ist mein Beitrag dazu.
Und wer steckt hinter dem Entwickler?
Mein Lebenslauf war übrigens nicht immer geradlinig.
Ich bin gelernter Landwirt, habe zwei Facharbeiterabschlüsse und zwei Diplomabschlüsse, war Unternehmer, Entwickler, Fertiger und Leiter einer Arbeitsgruppe für moderne Baugruppenfertigung beim FED.
Ich bin Social Impact Entrepreneur.
Und vor allem bin ich fünffacher Vater.
Vielleicht kommt daher auch mein Wunsch, Technik nicht nur um ihrer selbst willen zu entwickeln.
Ich möchte Dinge schaffen, die Ressourcen sinnvoll einsetzen, möglichst lange funktionieren und einen echten Nutzen haben.
Und ich möchte meinen Kindern eine Welt hinterlassen, in der wir nicht aufgehört haben, nach besseren Lösungen zu suchen.
Noch 36 Jahre Ideen
Manche nennen mich den „Daniel Düsentrieb“ unter den Entwicklern.
Damit kann ich ganz gut leben.
Denn nach all den Jahren macht mir eines noch immer genauso viel Freude wie am Anfang:
eine Idee zu haben, die es eigentlich noch nicht geben dürfte – und herauszufinden, wie man sie trotzdem bauen kann.
37 Jahre habe ich jetzt hinter mir.
Wenn es nach mir geht, kommen noch 36 dazu.
Mit 95 darf dann vielleicht jemand anderes übernehmen.
Bis dahin habe ich noch einiges vor.
Und FinerStill ist gerade erst der Anfang.
Klaus Appel
Gründer & Entwickler FinerStill
